Leben ohne Lampen 3. Tag: Aus Solidarität trinke ich heute meinen Kaffee schwarz

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Marit ist die beste. Unglaublich, wie sie den Laden im Griff hat. Sie geht arbeiten, kümmert sich um die Kinder und des Haushalt. Gleichzeitig bloggt sie und bewirtet Leute, die uns 10 Tage in der Finsternis sitzen lassen.

Vielen Dank, liebe Marit und die allerbesten nachträglichen Valentinstagsgrüße von deinem Mann.

Ich hatte ja schon unterwegs auf Geschäftsreise mit Marit, Emilian und Liam geskypt. Mit diesen Eindrücken malte ich mir während der Heimfahrt aus, wie es wohl sein würde, in der Dunkelheit in ein dunkles Haus zu kommen.

Die drei verfolgten meinen Standort per GPS und wussten genau, wann ich in unsere Straße einbog. Eine Stirnlampe wackelte aus der Ferne auf mich zu. Es war ein schönes Wiedersehen mit einer gut gelaunten Familie.

Die Atmosphäre im Haus erinnerte mich an ein romantisches Candle Light Dinner. Und Dinner gab es dann auch: Stulle mit Brot.

Marit hatte die perfekten Argumente, um unsere Jungs zusammenzutrommeln: „Kommt her, oder ihr seid gleich allein im Dunkeln.“ Das Essen war großartig. Ich wurde auf den neusten Stand gebracht und erhielt die besten Neuigkeiten vom Tierpark. Zum Beispiel, dass es ein Elefantenbaby gibt.

Leben ohne Lampen - Taschenlampe mit BallonDie Jungs zeigten mir, wie man aus einer Taschenlampe, Klebeband und einem Luftballon eine Zimmerlampe bauen kann, die farbig in alle Richtungen scheint. Ihre Erfindung befestigten wir dann dort, wo einst unsere Wohnzimmerlampe hing. Wir waren erstaunt, wie toll das funktionierte. Diese Konstruktion hat leider nicht lange gehalten, weil die Kinder lieber mit dem Ballon spielen wollten. Einige Minuten später gab es einen lauten Knall und es war wieder etwas dunkler als vorher.

Gestern Abend bin ich relativ früh in mein eigenes Bett gegangen, weil ich es bitter brauchte, weil sowieso nicht mehr so viel in der Dunkelheit möglich war, und weil ich in den letzten Tagen immer um 5 Uhr wach war.

Heute Nachmittag und am Abend kommt Besuch. Ich glaube, wir haben uns schneller an die Dunkelheit gewöhnt, als an die plötzliche Aufmerksamkeit. Was würdet ihr lieber machen?

  1. 10 Tage lang ohne Lampen leben
  2. 10 Tage lang Besuche empfangen und Fragen besorgter Dritter beantworten
  3. Beides

Ist das in Ordnung, wenn ich etwas genervt klinge? Der normale Alltag – nur ohne Lampen – ist das jedenfalls nicht. Am besten ist es, wenn ihr das einmal selbst ausprobiert und eure Erfahrungen teilt.

In wenigen Minuten besucht uns das lumiTeam und überprüft, wie das Deine Helfer24 Team unsere Fenster zuklebt. Danach beantworten wir ein paar rasenden Reportern ihre Fragen zu unserem Stresslevel. Das findet in unserem Haus statt, in das kein Tageslicht mehr kommt. Und weil das nicht genug ist, dürfen heute ein paar verrückte Freunde kommen, mit denen wir gemeinsam zu Abend essen.

Gerade bereite ich den kulinarischen Teil des heutigen Abends vor.Leben ohne Lampen -Lauchsuppe Zutaten

Es ist schön, so verrückte Freunde zu haben.

Witzig fand ich eine Nachricht von einem solchen heute: „Aus Solidarität trinke ich heute mal meinen Kaffee schwarz.“

Christian

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