Richtige Arbeitsplatzbeleuchtung – Wie viel Licht brauche ich?

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Ergonomie am Arbeitsplatz startet bereits bei der richtigen Beleuchtung. Langes Arbeiten bei falschen Lichtbedingungen kann viele negative Folgen für die Gesundheit des Menschen haben. Deshalb ist es essenziell, dass gerade am Arbeitsplatz das Lichtverhältnis stimmt. Daher gibt es auch eine Arbeitsplatzverordnung, die eine gewisse Lichtmenge für einen gesunden Arbeitsplatz vorschreibt. Mit diesen Tipps hilfst Du Dir schnell und einfach zur perfekten Ausleuchtung Deines Arbeitsplatzes.

Optische Reize machen einen Großteil unseres Empfindens aus und da gehört Licht auch wesentlich dazu. Bläuliches Licht empfinden wir als kalt und wir fühlen uns damit häufig unwohl. Umgekehrt fühlen wir uns in warmen Licht, wie es etwa mit orangenem Licht der Fall ist, gleich viel wohler.

Für unser psychisches Wohlbefinden hängt also auch die Beleuchtung zusammen. Aus diesem Grund werden bereits Lampen mit speziellen Farbtemperatureinstellungen angeboten. So hast Du die Möglichkeit, nach Lust und Laune Deine Wunsch-Farbtemperatur einzustellen. Da wir täglich viele Stunden an der Arbeit verbringen, fokussieren wir uns heute auf dieses Thema.

Konzentration hängt auch vom Licht an

Studien belegen, dass Motivation und Leistung sowie Freude an der Arbeit auch von der Lichtintensität abhängen. Diese Faktoren können mit mehr oder angenehmerem Licht sogar gesteigert werden. Bei zu wenig oder unausgewogenem Licht wirst Du schneller müde und unkonzentriert. Bei fehlendem Licht steigen sowohl die Unfallgefahr als auch die Fehlerhäufigkeit.

 

Beleuchtung mit Tageslicht am Arbeitsplatz

tageslicht am arbeitsplatzTageslicht am Arbeitsplatz ist ein sehr wichtiger Faktor dafür, ob man sich dort wohl fühlt und natürlich auch für das reibungslose und angenehme Arbeiten. Daher sollte die Möglichkeit, bei Tageslicht arbeiten zu können, die oberste Priorität bei der Wahl des Büros sowie des Arbeitsplatzes sein. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass der Schreibtisch seitlich zum Lichteinfall, also zum Fenster steht. Das Licht soll weder von hinten kommen und im Bildschirm blenden, noch sollte es von vorne kommen und Dich damit blenden. Die Qualität (Lichtfarbe, Helligkeit / Lichtstärke, Lichteinfall) des Tageslichts ist abhängig von der geografischen Lage und ändert sich durch:

  • - Tages- und Jahreszeit und
  • - Witterungsverhältnisse.

Zu starkes Licht und direktes Sonnenlicht kann ebenfalls blenden und somit Deine Konzentration stören oder in den Augen schmerzen. Daher empfehlen wir Dir ein Blendschutz an Deinem Fenster anzubringen. Dieser kann in Form einer Jalousie, eines Rollos oder einer Vorrichtung am Gebäude direkt gesichert werden.

Tageslicht sorgt für Aufnahme von Vitamin D

Versuche täglich soviel Tageslicht wie möglich abzubekommen, um Deine Zufriedenheit aufrecht zu halten. Denn Tageslicht fördert die Aufnahme von Vitamin D, das unsere Stimmung positiv beeinflusst. Gerade im Winter fehlt uns dieses Vitamin. Deshalb wird heute auch gern mit künstlichem Tageslicht wie Tageslichtlampen nachgeholfen.

 

Künstliche Beleuchtung am Arbeitsplatz

licht am arbeitsplatz tut gut und ist gesundDie ideale Beleuchtung für Deinen Arbeitsplatz setzt sich aus direkter und indirekter Beleuchtung zusammen. Was die einzelnen Begriffe genau bedeuten, kannst Du bei uns im Lexikon unter direkter und indirekter Beleuchtung nachlesen. Es gibt verschiedene Arten von Lampen für das Büro. Im Falle des Schreibtisches bedeutet das:

Direkte Beleuchtung

(der Lichtstrahl trifft direkt auf den Schreibtisch)

- Eine Schreibtischlampe oder Stehlampe

- Eine Gesamtbeleuchtung von der Decke im Raum (Downlights, Spots, Leuchtstoffröhren, Rasterleuchten, Schienen- oder Seilsysteme, Pendelleuchten ohne Blenden)

 

Indirekte Beleuchtung

(der Lichtstrahl wird reflektiert und kommt weich zu Dir zurück)

- z. B. Wandleuchten

Pendelleuchten mit Blenden

Deckenfluter

- Weitere Beleuchtung im Raum, die nicht direkt auf Deinen Schreibtisch zielt

 

Mit der Mischung der Beleuchtungsarten sollen harte Schatten sowie Kontraste in der Beleuchtung vermieden werden, was nämlich dem Auge schadet und zu Ermüdungserscheinungen führt. Im schlimmsten Fall führt es zu einer schlechteren Sehleistung und Du benötigst eine Brille. Wenn Deine Augen abends brennen oder erschöpft sind, kann es möglicherweise daran liegen. Deshalb ist beispielsweise eine Schreibtischleuchte allein nicht ausreichend zur vollständigen Beleuchtung des Arbeitsbereiches.

Leuchten dürfen nicht blenden

Aus diesem Grund sollte bei künstlicher Beleuchtung eine gute Allgemeinbeleuchtung vorherrschen und zusätzlich eine Schreibtischleuchte eingesetzt werden. Dabei sollte immer darauf geachtet werden, dass das Licht weder in Deinem Auge noch im Bildschirm blendet. Direkte Beleuchtung sollte seitlich vom Schreibtisch aufgestellt werden. Auch zu helle Schreibtische können Reflexionen verursachen und unangenehm zurückstrahlen, wenn direktes Licht darauf geleuchtet wird.

Außerdem sollte ein Flackern der Leuchtmittel durch die richtige Spannungszufuhr vermieden werden. Gerade LEDs sind sehr sensibel und reagieren bereits auf geringe Spannungsänderungen.

 

Arbeitsplatzverordnung – wie viel Licht ist am Besten?

licht im buero ist eine gute arbeitsplatzbeleuchtungDie Arbeitsplatzverordnung zum Arbeitnehmerschutz sieht im Büro 500 Lux pro Arbeitsplatz vor. Lux bezeichnet die Lichtmenge, die tatsächlich auf Deinen Arbeitsplatz auftrifft. Jedoch ist es nicht einfach zu errechnen, wie viel Licht man mit welcher Beleuchtung auch tatsächlich hat. Wenn man Leuchtmittel mit hoher Lichtausbeute wie LED, Leuchtstoffröhren oder Energiesparlampen hat und diese mit direkter und indirekter Beleuchtung am oder in Schreibtischnähe einsetzt, sollten die 500 Lux erreicht werden. So musst Du Dir zukünftig nicht mehr die Frage danach stellen:

Wie viel Licht brauche ich eigentlich?

Die Beleuchtungsstärke am Schreibtisch ist zusätzlich an die Art der Sehaufgabe geknüpft, was bedeutet, dass feine Arbeiten eine höhere Beleuchtung brauchen als grobe Aufgaben.

Bei Werkstattarbeit reicht eine mäßige Beleuchtung. Im Büro und bei Bildschirmarbeiten ist eine abgeschwächte Ausleuchtung notwendig, da dies eine Auswirkung auf Deine Augen hat. Bei filigranen Arbeiten wie technisches Zeichnen, Feinmechanik oder Gravieren sollten es schon bis zu 2.000 Lux sein, mit denen der Arbeitsbereich ausgeleuchtet sein soll.

Mit zunehmenden Alter mehr Licht 

Auch mit zunehmendem Alter benötigt man mehr Beleuchtung als in jungen Jahren. Ist eine großzügige Ausleuchtung zu kostenintensiv, sollte auf energiesparende Leuchtmittel wie LEDs zurückgegriffen werden. Bei diesen kannst Du mittlerweile bis zu 85% an Kosten einsparen. Außerdem können LEDs gut nach Lichtfarbe gekauft oder bestenfalls sogar gesteuert werden.

Generell ist in der Verordnung festgehalten, dass für alle Beleuchtungsarten:

  • - Ausreichende Beleuchtungsstärke
  • - Genügende Gleichmäßigkeit
  • - Geringe Schattenwirkung
  • - Vermeidung von Blendung
  • - Passende Lichtfarbe und Farbwiedergabe vorhanden sein muss.

 

Die richtige Lichtfarbe am Arbeitsplatz

Als Farbtemperatur ist neutrales weiß (ca. 4000 Kelvin) oder warmweiß ist für das Arbeiten am sinnvollsten. Künstliches Tageslicht (mit ca. 6000 Kelvin) kann ebenso eingesetzt werden. Das hat den Vorteil, dass Du wacher und vitaler bleibst, was vor allem im Winter schwierig ist, wenn das echte Tageslicht fehlt.

Denn der Körper nimmt bei fehlendem Tageslicht fälschlicherweise Nacht an und wird müde. Somit ist es mit dem richtigen Licht eine gute Möglichkeit, seine Mitarbeiter munter und motiviert zu halten. Achtung: Funktioniert wahrscheinlich nicht bei chronisch unmotivierten Mitarbeitern, aber einen Versuch kann man ja wagen.

Regulierbare Beleuchtung für Büros

Nach Möglichkeit soll es vermieden werden, verschiedene Lichtfarben in einem, sowie in den benachbarten Zimmern einzusetzen. Bläuliches Weiß von Neonröhren wird als kalt und unangenehm empfunden, war aber lange Zeit in Büros sehr beliebt. Nun sieht man von dieser Art der Beleuchtung immer mehr ab. Meist wird die Beleuchtung in Büros so vereinheitlicht, dass man sie als einzelner Nutzer gar nicht regulieren kann, beispielsweise durch eingebaute Spots oder Rasterleuchten. Ideal für den Arbeitnehmer wäre individuelle Regulierbarkeit des Lichtes, da nicht jeder dieselbe Beleuchtung als angenehm empfindet. Es können unterschiedliche Lichtbedürfnisse bei unterschiedlichen Arbeitsaufgaben oder Altersstufen vorherrschen.

 

Checkliste: Ergonomische Beleuchtung am Arbeitsplatz

Wir haben für Dich eine Checkliste für Deinen Arbeitsplatz zusammengestellt

  • ◆  Hast Du ausreichend Tageslicht? Kannst Du da optimieren?
  • ◆ Steht Dein Schreibtisch seitlich zum Fenster?
  • ◆ Ist eine Allgemeinbeleuchtung plus eine Arbeitsplatzbeleuchtung vorhanden?
  • ◆ Besteht ein ausgewogenes Verhältnis aus direkter und indirekter Beleuchtung?
  • ◆ Blendet etwas direkt im Auge oder am Bildschirm? Kannst Du diesen Zustand verändern?
  • ◆ Flackert ein Leuchtmittel? Kann die Spannung beeinflusst werden?
  • ◆ Ist das Licht angenehm für Dein Empfinden (nicht zu kalt, nicht zu warm?)
  • ◆ Kannst Du die Lichtstärke im Raum regulieren bzw. beeinflussen?
  • ◆ Besteht genug Beleuchtung für meinen Tätigkeitsbereich? Bei filigranen Arbeiten muss auf eine starkes Licht gesetzt werden.

 

Fazit:

  • ◆ Bei der ergonomischen und richtigen Arbeitsplatzbeleuchtung im Büro muss auf gleichmäßige Beleuchtung ohne harte Übergänge geachtet werden.
  • ◆ Möglichst viel Tageslicht am Arbeitsplatz!
  • ◆ Es sollte eine Allgemeinbeleuchtung im Raum herrschen plus einer Schreibtischbeleuchtung in Form einer Steh- oder Tischleuchte.
  • ◆ Harte Kontraste und zu wenig Licht können zu frühzeitiger Erschöpfung und Verschlechterung der Augen führen
  • ◆ Neutrales Weiß oder Warmweiß sind ideale Lichtfarben
  • ◆ Tageslicht sollte von der Seite oder blendfrei von oben einstrahlen.

Achte zukünftig auf die richtige Arbeitsplatzbeleuchtung und Du bleibst gesund, scharfsichtig und konzentriert! Die richtigen Lampen dafür gibt’s bei Lumizil.

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One Comment, RSS

  1. Gut geschrieben. Echt toll. Danke.

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